Je länger man sich mit dem Editor beschäftigt, desto schneller und einfacher wird es. Wenn man eine gute Strecke bauen will, muss man sich Monate oder Jahre damit beschäftigt haben oder einfach gut sein. wenn ich an meine ersten Strecken denke, dann wird mir schlecht, denn genau das waren sie: Richtig richtig schlecht. Der Editor ist zu komplex um alles mal eben erläutern zu können. Ich lerne auch nach 5 Jahren immer wieder neue Dinge. Und zudem gibt es immer wieder Fehler, die kein Mensch versteht und die der TS einem auch nicht erklärt.
Die Speicherkrankheit erwischt jeden Streckenbauer nach einiger Zeit. Witzig wirds aber erst dann, wenn die Tracks.bin der Strecke volläuft und man in der Zeit, die der TS zum speichern braucht, Medizin studieren, den Weltfrieden herstellen und Bundeskanzler werden kann und dann trotzdem noch ewig warten muss.
Aber das kommt erst, wenn man über 100km Strecke und bereits einen Haufen an Signalen zu stehen hat.
Ich glaube, ohne Hilfestellung kommt man im Streckenbau nicht weit. Es gibt vieles, was man ohne Tutorials nicht oder nur langsam schafft. Besonders dann, wenn man nur hobbymäßig mit der Bahn zu tun hat. Dann muss man sich Signaltechnik, Oberleitung, Gleisbau etc. erstmal von jemanden erklären lassen oder sich sehr viel belesen.
Aber wenn man nicht aufgibt und den Willen hat, eine Strecke anzufangen und zu beenden, dann klappt das irgendwann. Ich habe meine erste Strecke 2015 angefangen und kolossal verkackt. Und auch wenn ich auf das zurücksehe, was ich vor 1-2 Jahren gebaut habe, dann bin ich kaum noch zufrieden damit, weil es immer Dinge gibt, die man verbessern kann. Und irgendwann reichen einem auch die vorhandenen Objekte nicht mehr aus und man beginnt, mit Blender seine eigenen zu bauen. Man braucht unglaubliche Geduld (und ich frage mich, woher ich die eigentlich hab).
Was man auch nie machen sollte, ist sich von anderen zu sehr beeinflussen zu lassen. Ich baue in erster Linie noch immer alles für mich selbst und nicht für andere, veröffentliche aber das meiste, weil ich mir den Aufwand nicht umsonst machen will. Dann können auch andere ihren Spaß an dem finden, was ich mache. Ich nehme Kritik und Verbesserungsvorschläge ernst, aber reines Gemecker und einiges was hier im Forum passiert, ist mir so ziemlich egal und ich mache daran auch nicht fest, ob ich meine Arbeit fortsetze oder aufhöre. Eine Einstellung, die ich mir bei manch anderen hier auch gerne wünsche.
Wenn du irgendwann deinen Spaß im Editor findest, dann nutze das und mach weiter. Egal was passiert, man sollte nicht aufgeben, auch wenn der TS einem manchmal sehr bescheuerte Hürden in den Weg stellt. Vielleicht findest du ja auch irgendwann die richtigen Leute und ihr schließt euch zusammen und baut miteinander an einer (oder mehreren Strecken). Gegenseitige Unterstützung und Arbeitsteilung vollbringt Wunder. Der eine macht Gleisbau, der andere Oberleitung und Signale und noch ein anderer macht die Szenerie. Hat bei uns im Team auch wunderbar funktioniert.
Aber schön zu lesen, dass es noch immer neue Leute gibt, die sich an den Editor wagen und ihn bezwingen wollen.