1. Die Bundesbahn war angeblich Personalineffizient und was ist heute drei Ausführende wegrationalisiert und einen Manager mit dem selben gehalt wie alle 3 zusammen hingesetzt sehr effektiv eindeutig
Was hat denn dieser Punkt jetzt mit meinen Worten zu tun? Das fällt für mich unter Stammtisch Gelaber (oder eher unter typische Gewerkschaftsaussagen) und ist bereits zur Zeit der Bundesbahn passiert. Heute haben wir die DB AG und es ist ganz normal, dass beim Umbau des Unternehmens nicht alle Ziele die einst geplant waren wirklich auch so umgesetzt werden. Auch die Situation in der Chef-Etage der DB ist für das Thema der DB im SPNV wenn überhaupt eine Randnotiz. Für aktuelle und zukunftsorientierte Fragen macht es einfach keinen Sinn auf Themen rum zu reiten, die ihren Ursprung vor gut 20 Jahren und mehr hatten.
Bei 5-10 Jahren unter Leitung der DB AG und der bereits sich verändernden Marktsituation würde ich das ja noch durchgehen lassen, aber nicht wenn man im Urschleim der Bundesbahn anfängt zu wühlen.
2. Die Bahn hat für mich einen anderen Auftrag als Geld zu verdienen gerade in Zeiten wo es den Arbeitgeber einen scheiß interressieren muss wo sein Arbeitnehmer wohnt
Unter der Voraussetzung, dass die Bahn nicht den Auftrag hat Geld zu verdienen, schränkst du deine Argumente auf deine Ansicht ein. Aus Sicht des Unternehmens ist es aber sehr wohl das Ziel Fahrgäste und Güter zu befördern/transportieren und für die Leistung Geld zu verdienen. Umsatz/Gewinn - typische Ziele in der heutigen Marktwirtschaft. Die Sichtweise von dir ist in diesem Punkt ziemlich egal, weil das deine Meinung ist, aber für das Unternehmen selber hat diese Meinung nunmal keinen Einfluss. Da zählen die Zahlen und Ergebnisse des Unternehmensberichtes!
3. Du schreibst ja selber wenn keiner will muss die Bahn eben. Das stimmt so nicht wenn die Bahn keinen Bock hat wird die Strecke dicht gemacht fertig. Das was du da beschreibst ist die Daseinsfürsorge und die gibt es bei einer DB AG schlicht und ergreifend nicht.
Die Bahn muss nicht, aber die Öffentlichkeit möchte etwas haben... das "müssen" hast du vielleicht so heraus gelesen, aber das habe ich so nicht geschrieben. Da steht noch was im Bezug zur Poltik was wohl nicht beachtet wurde.
Wenn kein EVU ein Interesse hat eine ausgeschriebene Verkehrsleistung zu fahren, dann ist das ein klares Signal an die Politik nachzubessern im Auftrag. Andernfalls wird die geplante/gewünschte/benötigte Leistung halt nicht erbracht und die Bevölkerung ist der Leidtragende. Für den Fall, dass also auf eine Leistung rein gar kein Angebot eingeht, wird die Politik bei dringendem Bedarf die Ausschreibungsgesetze nutzen. Dann wird der Auftrag halt direkt vergeben und das finanzielle Risiko trägt nichtmehr der Ausführende, sondern der Auftraggeber. Oder der Auftraggeber erbringt die Leistung, wenn möglich, halt einfach selbst. Bestes Beispiel dafür sind u.a. die Kulturzüge zwischen Berlin und Polen. Alles auf Kosten des Landes (VBB) bestellt und an die DB vergeben.
Übrigens sind ausbleibende Verkehre nur bei kleinen Nebenbahnen ein direkter Grund Strecken still zu legen. Bei allen für den SPNV wichtigen Verbindungen wird die Politik notfalls alle Hebel in die Hand nehmen um eine Stillegung zu verhindern und das geht selbst in der heutigen Zeit
Da kann DB Netz noch so wenig Lust und Laune haben...
Die Daseinsvorsorge im Bereich des SPNV übernimmt die Politik! Diese analysiert ob, wie und in welchem Umfang Leistungen für die Bürger benötigt werden. Die komplette Verkehrsplanung läuft in diesem Bereich über die Verwaltung... die DB AG hat damit nichts zu tun und stößt teilweise in einige Nischen hinein. Das wäre dann u.a. der IRE von Berlin nach Hamburg. Habe ich aber auch so nicht anders oben geschrieben deshalb wundert es mich schon sehr, wie meinen Worten von oben einfach komplett andere Sachverhalte zugedichtet werden.