da dann die Barrierefreiheit gilt
Demnach müsste man die meisten Dostos bis dahin ausmustern... bei denen ist der Einstieg teilweise auch ziemlich schwer.
Barrierefrei ist für mich etwas erst, wenn z.B. Rollstuhlfahrer ohne Hilfe in die Züge kommen, was sie sich selbst sehr wünschen. Barrierefrei ist für mich nicht, wenn es statt 3 kleineren nur noch 1 größere Stufe gibt - die trotzdem nicht allein zu bewältigen ist - auch mit Kinderwagen wird es lustig
In Deutschland ist es sowieso noch ein langer Weg zur Barrierefreiheit, anfangen kann man mit den Bahnsteigen, welche keine gescheiten einheitlichen Höhen haben. Auf manchen Strecken haben manche diese Höhe, manche diese und manche sind noch nicht modernisiert... die einzige Region, die mir einfällt, wo das Problem gelöst wird ist der Rhein-Neckar/Südwest, wo sowohl auf Nebenbahnen als auch auf Hauptstrecken alle Bahnsteige auf eine einheitliche Höhe(Natürlich für die Nebenbahnen eine eigene Höhe, was mit kleinen Rampen am Bahnhof mit unterschiedlichen Höhen gelöst wird, z.B. Frankenthal Hbf! Bild unten ) gebracht werden, was dann zu den Quietschies und den SüWex Flirts passt, welche dort hauptsächlich fahren.
Ebenfalls solche "Problemkinder" sind die S-Bahnen München, Rhein-Main, Stuttgart und Rhein-Ruhr/Köln, wo die S-Bahnen eine Einstiegshöhe von 96cm(?) haben, aber die meisten Bahnsteige eine Höhe von 76cm(?) besitzen, da diese seit den 70ern nicht verändert wurden - das macht es nur besser mit der Barrierefreiheit, dazu gibt es immer wieder neue Fahrzeuge. Stuttgart ist sowieso noch besser, die 430er, die sie bestellt haben, sind von den Einstiegen her sogar 6cm(?) höher durch ihre Schiebetritte - dann noch die Kurvenüberhöhungen, klasse. Und an Bahnhöfen wird es sowieso problematisch für S-Bahnen, diese bräuchten ihre eigenen Bahnsteige - welche sie aber oft nicht haben und daher an normalen Bahnsteigen stehen müssen (Bild mit der 420 in Düsseldorf unten), zwar ist es da nicht so viel, dennoch nicht vollständig Barrierefrei und nicht ohne Hilfe zu bewältigen. Bei der S-Bahn Rhein-Main sind alle ab 1990 gebauten Bahnsteige an die richtige Höhe angepasst(S1/S2 z.B.) dann wiederrum gibt es noch Linien wie die S8/S9, welche noch da entlang fahren wo die Bahnsteige in den 70er Jahren gebaut wurden. Also nicht die richtige Höhe. Und dann kommen noch große Bahnhöfe wie Mainz, wo die S-Bahn halten muss - aber diese bräuchte ihre Extrawurst, ihre eigenen Bahnsteige wegen ihrer "speziellen" Höhe.
Dann gibt es Bahnhöfe wie Langen(Hess), wo man extra den ganzen Bahnhof auf S-Bahnsteighöhe gebracht hat, allerdings schien man zu "vergessen", dass dort auch Regionalzüge halten müssen... in die n-Wagen und Dostos kommt man noch rein, halt nicht Barrierefrei. Dann im Steuerwagen, welcher extra ein Tiefeinstiegdosto ist und etwas Barrierefreier sein sollte - hat man einen Höhenunterschied von 20cm und muss seine Beine beim Ausstieg schon anstrengen(Selbst schon gemerkt). Und z.B. fährt der VIAS/Odenwaldexpress immer durch, da dieser mit Itinos befahren wird, welche ein Einstiegshöhe von... - ich glaube 55cm, zur Not bitte korrigieren - haben, an einem 96cm Bahnsteig ist das mehr als unzulässig, weshalb dieser auch dort nicht halten und immer am Bahnhof vorbei fahren muss.
Durch die unterschiedlichen Höhen in den ganzen Städten besteht das Problem vor allem auch im Fernverkehr, wo es nach wie vor nur Stufen gibt - weil man sich an den ganzen Bahnhöfen einfach nicht auf eine Höhe einigt - oder der Bahnhof noch den gleichen Zustand wie vor 20-40 Jahren hat und der Bahnhof selbst nicht mal Barrierefrei ist 
Dazu müssten erstmal alle großen Bahnhöfe anfangen, sich auf einheitliche Bahnsteighöhen zu einigen und dementsprechend umbauen, würde sogar reichen, wenn es an nicht so stark vom FV frequentierten Hauptbahnhöfen nur 1 Bahnsteig speziell für den FV umgebaut ist auf eine einheitliche Höhe.
Dann gibt es ja noch die Bahnhöfe an sich - viele Bahnhöfe bieten mittlerweile Unterführungen, welche zwar für längere Wege sorgen - aber Barrierefrei sind, leider ist dies meistens ziemlich teuer und benötigt Platz. Und in Deutschland gibt es noch zu viele Bahnhöfe/Haltepunkte oder sogar Hauptbahnhöfe, welche nicht Barrierefrei sind - wie z.B. der Würzburger Hauptbahnhof, welcher meines Wissens nach keine Aufzüge hat. Und das war nur ein Beispiel. Allerdings gibt es an einigen Bahnhöfen so etwas wie Denkmalschutz... ich nehme jetzt mal den Offenbacher Hbf als Beispiel, welcher hauptsächlich nur von Regionalzügen befahren wird. Der Hauptbahnhof steht, wenn ich mich nicht irre, unter Denkmalschutz - allerdings ist dieser nur noch schwach frequentiert, was mehrere Grüne hat - aber vorallem auch die 0% vorhandene Barrierefreiheit. Es existieren keine Aufzüge, Rolltreppen sondern nur Stufen - ziemlich viele davon, mit dem Fahrrad ist das ziemlich anstrengend und mit dem Kinderwagen verzichtet man sowieso gleich und nutzt die S-Bahn in der Innenstadt, welche wenigstens Barrierefrei ist, wenn man nur bis Frankfurt/Hanau muss.
An sich gibt man immer wieder den Altfahrzeugen die Schuld dafür, dass wir keine Barrierefreiheit haben... allerdings muss man dann, wenn man schon die Fahrzeuge tauscht, auch die Bahnsteige dementsprechend anpassen. In der Schweiz ist so etwas auch gut gelöst - da gibt es ja teilweise alte Fahrzeuge, welche aber einen Niederflurmittelteil oder an anderer Stelle besitzen, so sind sie Barrierefrei. Dann kann man auch Straßenbahnen als Beispiel nehmen, wie z.B. Darmstadt wo an den alten Hochflur-Straßenbahnen immer ein Niederflur-Beiwagen mit dran hängt, so ist es wenigstens Barrierefrei. Ebenfalls die Möglichkeit gibt es, einen Niederflurmittelteil in die Straßenbahn einzubauen, was in Osteuropa öfters gemacht wird - in Deutschland setzt man lieber gleich auf Neufahrzeuge(Was manchmal verständlich ist, trotzdem teurer). Es wäre sogar ein Anfang, wenn wenigstens alle U-Bahnen Barrierefrei wären - allerdings gibt es noch U-Bahnen wie Hamburg, wo noch einige ältere Bahnhöfe existieren und somit eine niedrigere Höhe haben. In meinem "Neumünster-Urlaub" durfte ich an einem Tag 3(!!!) Rollstuhlfahrern helfen, als ich in Hamburg auf der U1 unterwegs war - und das innerhalb 2 Stunden - ich war schon erstaunt darüber, dass da doch einige Rollstuhlfahrer unterwegs sind, aber auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen sind. Dazu merken die meisten nicht mal, dass jemand gerade Hilfe braucht - oder ist sich zu cool um zu helfen, obwohl bewusst bemerkt wird, dass jemand Hilfe benötigt
(Ich muss zugeben, ich habe beim 1. mal selbst nicht realisiert, dass da einer gerade Hilfe braucht bzw. einsteigen wollte, ist mir erst dann aufgefallen und natürlich bin ich auch gleich aufgestanden, da hat ihn aber schon einer am Bahnsteig bemerkt. Wenigstens konnte ich ihm beim Ausstieg helfen, so konnte ich es für mich selbst wieder "gut machen", da ich mich doch etwas schlecht gefühlt habe, dass ich das nicht sofort bemerkt habe.
)
Kurz gesagt; Deutschland hat noch zu viele Altfahrzeuge, alte nicht barrierefreie Bahnhöfe, keine einheitlichen Höhen und weiteres - wodurch Barrierefreiheit nicht vor 2025 erreicht wird, selbst da kann ich mir vorstellen, dass es noch fehlende Barrierefreiheit geben wird. Z.b. auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim und Bergstraße Frankfurt-Heidelberg/Mannheim via Darmstadt, wo vor kurzem neue Fahrzeuge bestellt wurden - Twindexx, Bahnsteige werden auch alle einheitlich angepasst. Schön und gut... nur der Twindexx ist jetzt das Problemkind, da dieser auch wieder aus Stufen besteht, dennoch für viele Jahre fahren soll - so viel zum Thema Barrierefreiheit.
Die Region Südwest/Rhein-Neckar ist für mich die einzige, welche es schaffen könnte, 100%ige Barrierefreiheit zu bieten.
Zu den Dostos hab' ich auch noch ein Bild dazu gehängt... und mit solchen Bahnsteigen hat es sowieso einfach keine Zukunft, wenn diese nicht auch endlich umgebaut werden.
ALS OB sich jemand den Text hier antut
