Länger überlegte ich, ob ich was schreiben sollte. Naja, auf jeden Fall muss es gesagt sein, dass man so gut wie jeden Tag was hat an Erlebnissen im Alltag, wenn man länger unterwegs ist... 
Beispielsweise lernte ich am Freitag auf Samstag Nachts um 1 auch wieder, wie wichtig Barrierefreiheit ist. An der S-Bahn Station Frankfurt-Galluswarte gibt es wohl keinen Aufzug, aber dafür Rolltreppen. Blöd, wenn sie nicht funktionieren, oder? Noch alles kein Problem, gibt ja noch Treppen, außer man ist Rollstuhlfahrer. Dann kommt ein Rollstuhlfahrer an die Rolltreppe, steht, sagt sich selbst "Scheiße!" und kehrt um, fragt einen Mann und mich, ob es möglich ist, ihm zu helfen. Ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wofür man doch nicht mal fragen sollen müsste, oder? Naja, leicht ist so ein Rollstuhl natürlich nicht, vor allem nicht auf Treppen. Geschafft war es und er hat sich schnell vom einen Ende des Bahnsteigs zum anderen bewegt, während seine S6 (Das war übrigens die letzte für die nächsten paar Stunden!) einfuhr, der TF bemerkte ihn zumindest rechtzeitig und baute die Rampe bereits auf.
Das zeigt einem wieder mal, wie froh man darüber ist, laufen zu können. Und wie wichtig Barrierefreiheit ist, Züge sind nicht mal das große Problem, sondern die Stationen. Die Erreichbarkeit der Stationen als Beeinträchtigter. (Frankfurt Galluswarte/Freitag-Samstag)
Sollte nicht zumindest die S-Bahn Barrierefrei nutzbar sein? Irgendwie ist es doch mies, wenn man bedenkt, in welchem Jahr wir sind. Barrierefreiheit der Stationen sollte meiner Meinung nach an erster Stelle stehen.
Wenn übrigens zwei Frauen jeweils mit Kinderwagen an eine Treppe kommen und Minutenlang überlegen, wie sie runter kommen, weiß ich auch nicht weiter. Zumindest half es Ihnen, sie darauf aufmerksam zu machen, dass sie jeweils gemeinsam ein Kinderwagen zusammen runtertragen könnten, dann das andere.
(Schifferstadt/Pfalz)
Tja, dann ging es Samstag auch weiter. Auf der Hinfahrt gab es wieder schön Verspätungen auf der Riedbahn(FFM-Mannheim), zumindest bekam ich dank Verspätung noch meinen Zug nach Heidelberg. Von dort aus nach Mühlacker, eine Freundin besuchen, zurück geht es dann... auch wieder nicht Problemlos. Erst heißt es an der Bushaltestelle zu warten, nur sind im Dorf Bauarbeiten, weswegen der Bus umgeleitet wird und die Informationen lassen auch zu wünschen übrig... die Info über die Baustelle hat auch den Fahrplan für Samstag und Sonntag verdeckt, toll, kann man eben nur Montag-Freitag lesen. Jedenfalls hieß es zu warten und kein Bus kam. Baustelle eben.
Bis sie sich sorgen machte und nochmal zu mir runter kam, wir nochmal uns die Zeit vertrieben (mit der Ausrede, dass sie Mais sammeln müsste... Mais kann echt weh tun!) und zurück kam auch wieder kein Bus. Heißt es, mal auszuprobieren beim AST-Dienst anzurufen (Ein hoch auf den DB-Navigator! Ohne hätte ich nicht mal die Nummer davon gehabt, da auch das tolle Baustellenblatt die Nummer des AST verdeckte) und statt 20:33 musste ich den Taxi um 21:33 nehmen. 20 Minuten davor anzurufen war zu früh, bezahlen hieß es auch noch im Taxi - zwar nur 2,50€, aber trotzdem - tja. Blöd, wenn der Zug um 21:38 fährt und die Strecke mindestens 15 Minuten dauert. Nach einem an einer Haltestelle pöbelnden Typen, der in das Taxi wollte, aber nicht verstand, dass der Fahrer im AST-Dienst keine Leute mitnehmen kann, gab er für mich nochmal Gas und redete mir positiv ein, dass der Zug oft Verspätung hat und ich diesen eventuell bekomme. Sprach natürlich Schwäbisch 
21:41 angekommen, dennoch war der Zug pünktlich. Wenn man die Verspätungen mal braucht... naja, dann musste ich eben den Umweg über Karlsruhe nehmen und in Mannheim die Nacht überleben, bis wieder der erste Zug nach Frankfurt fährt. In der S-Bahn nach Karlsruhe bekam ich gleich ein "Achtung Kotze!" angeschrien und wahrlich war Erbrochenes auf dem Boden, also war ein 4er-Sitz belegt. Toll, oder?
Da es die S-Bahn mit dem "Bistro" war (Karlsruher wissen Bescheid) war noch weniger Platz zur Verfügung, nachdem zwei ausstiegen konnte ich mich mit dem unterhalten, der mir eben das zuschrie und es war doch recht lustig, auch ein angenehmes Gespräch. Passend, nachdem man den letzten Zug verpasste und gestresst ist. Auch fing es mit der Zeit an Spaß zu machen, den Leuten "Achtung Kotze!" zuzuschreien, da sich eben noch mehr als 20 Personen dahin setzen wollten. Kurz hat er auch die Musik angemacht, um eben für Stimmung zu sorgen, dann wollte sich ein älterer Herr (verständlicherweise?) beim Fahrer beschweren, kurz zuvor schaltete er die Musik ab. Beim Ausstieg machte er die Musik extra Laut, um eben den Herren wieder zu ärgern und natürlich wollte er wieder zum Fahrer, jeder bekam mindestens ein Grinsen ins Gesicht, außer dem Herren natürlich. 
Die Nacht ist damit natürlich noch nicht getan, mit der Ankunft um 23:09 am Hauptbahnhof Karlsruhe hatte ich gehofft, die RB 23:09 nach Mannheim noch zu bekommen, ich sah am Gleis gegenüber einen 425 mit dem Ziel "Mannheim Hauptbahnhof", rannte natürlich rein und freute mich riesig. Dann bemerkte ich, dass das die S3 war, die erst um 23:28 fährt... zu früh gefreut, ich komme heute nicht mehr nach Hause.
Zumindest eine Steckdose hatte ich, somit war das Akkuproblem behoben. In Mannheim wartete fuhr ich mal sinnlos hin und zurück, unter anderem mit dem letzten Zug nach Biblis hin und zurück (Hm, warst du in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Stellwerk, @Matthias J.
?) fahren, bis ich mich auf den Boden setzte, weil ich Schmerzen von dem Sitz bekam. Dann stieg einer zu, der auch Anfing mit mir zu reden und zu fragen, was ich hier eben auf dem Boden hocke und wieso ich nicht Zuhause bin...endete damit, dass er mich in einen Club in Mannheim mitnahm (Und bisher wollte ich nie in einen Club, tja, so kann es laufen) und zumindest hielten wir uns dort auf, bis um 5:32 wieder der erste Zug nach Frankfurt fuhr. Der Club war zwar nicht so unbedingt was, was ich öfters machen wollen würde, aber man konnte sich unterhalten und ich hatte einen lustigen Abend mit einem Fremden. So kann ein Abend auch enden, nach einem schönen Tag, tja. 
Natürlich kam ich um 7 an und hab in etwa 10 Stunden geschlafen, wurde zum Duschen gezwungen, da der Club wohl schlimmer roch als ich es wahrnahm.
So, damit hier auch mal ein schön langer Bericht ist!
Das ist irgendwie dennoch Alltag, wenn man oft unterwegs ist. Auch, das man ein Pärchen im Auto miteinander treiben sieht und der Typ am Ende nackt aussteigt um sich anzuziehen und einfach nur lacht, so am Hanauer Hauptbahnhof am Donnerstag.
Man hat immer irgendwas jeden Tag! Ob was kleines, oder größeres.
Hehe, für die jenigen, die zu viel Zeit haben!
Es war mal die Motivation da, etwas mehr zu schreiben.