Hallo,
man kann sowohl in Bremsstellung G 100 Km/h mit einem Güterzug fahren, als auch in Bremsstellung P mit einem Zug über 1600 t. So werden z.B. Züge mit Montangütern und einem geplanten Zuggewicht von 2700 t in P gefahren. Ausschlaggebend, ob man das am Ende auch darf, ist die Zusammensetzung des Zuges, sprich, es müssen ab 1601 t - 2500 t alle Wagen im Zug ein Gesamtgewicht von mindestens 32 t, ab 2501 t - 4000 t ein Gesamtgewicht von mindestens 40 t haben. Die Ausnahme ist bei den Gewichten, wenn der Zug komplett mit AK versehen ist.
Weiterhin gibt es noch bestimmte Fahrzeugtypen, die dabei nicht eingestellt sein dürfen (z.B. Gelenkwagen, Wageneinheiten mit Einzelradsätzen).
Das wird bei der Zugbildung automatisch erkannt und entsprechend berücksichtigt. Wenn man davon ausgehen muss, dass bei der Zugbildung generell nicht garantiert werden kann, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind, wird automatisch auch in G gepant. Wenn in P geplant wird, werden natürlich auch bezüglich der Zugbildung bereits diese Bedingungen vorausgesetzt.
Was in Bremsstellung P bei diesen Zügen oft passiert, sie erreichen gerade so die Mbr, welche z.T. unter dem MIndestwert für den LZB Betrieb liegen, sprich man kann diese nicht nutzen.
Da die komplette Zugdateneingabe im TS ja nicht simuliert ist, gehe ich mal davon aus, dass man hier vereinfacht festgelegt hat, dass Züge in G eben nur 90 fahren dürfen.
Die vorhandenen Bremshundertstel bestimmen auch, welche Vmax ich maximal eingeben darf, was sich oft auch mit den Fahrplanvorgaben beisst. Trotz erreichter Mbr. darf ich die geforderte Geschwindigkeit von z.B. 100 Km/h nicht einstellen, weil die Zugdatentabelle sagt, mit xx Brh ist der VMZ Wert maximal 090.
Angezeigt wird dir bei den Führungsgrößen dann übrigens immer nur die eingestellte VMZ, also hier 100 oder 090, nicht aber 140, wie oben geschrieben.