Tipps zum Bestehen des Auswahlverfahrens bei der DB

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  • Hallo erstmal,

    da es hier quasi keine Bauüberwacher Bahn (BÜB) gibt die von ihrer Eignungsuntersuchung berichten, dachte ich mir, ich berichte mal von meiner.
    Meine fand Anfang Sommer 2026 bei der PIMA in Frankfurt am Main statt und sollte daher noch sehr aktuell sein.



    Ausgangslage und Vorbereitung:
    Zuerst einmal gibt es als BÜB nur sehr wenig, was man über die Eignungsuntersuchung so finden kann. Daher waren meine besten Quellen Bekannte oder Bekannte von Bekannten,
    die kürzlich eine Eignungsuntersuchung hatten. Diese berichteten mir alle gleichermaßen, dass die Eignungsuntersuchung keinen Computertest enthält (was sich bei mir als falsch herausstellte).
    Dementsprechend hielt ich es auch nicht für nötig, mir so etwas wie den RailTest zu kaufen. Zuvor hatte ich aber schon etwas Reaktion und Inhibition sowie Konzentration und Merkfähigkeit mit dem Psytoolkit trainiert.
    Dort gibt es eine Vielzahl an kostenlosen Tests, die aber dem eigentlichen Computertest bei der PIMA nicht stark ähneln. Man kann damit lediglich Fertigkeiten trainiere, die dort nützlich sein könnten.
    Speziell habe ich dort ein paar mal folgende Tests trainiert:

    SART basic

    Stroop Task
    Digit Span
    Brief Psychomotor Vigilance Test
    Deary-Liewald Task
    Corsi block test
    Visual Search
    Mackworth Clock Task (basic)
    N-Back working memory

    Hier ist ein Link zu den Tests: https://www.psytoolkit.org/experiment-library/

    Ansonsten habe ich aufgrund der Information es solle kein Computertest geben die letzte Woche vor der Eignungsuntersuchung eher entspannt.



    Gesamtdauer und grober Ablauf

    Die Untersuchung hat mit Wartezeiten etwa 4 Stunden gedauert. Deshalb würde ich jedem, außer es wird mitgeteilt man soll nüchtern erscheinen, ein ausgewogenes Frühstück empfehlen. Eine meiner Quellen sagte mir
    ich solle nüchtern kommen, es würde nur Blut abgenommen. Da in meinen Unterlagen von der DB aber stand, ich solle gut Frühstücken, habe ich das zur Sicherheit und zum Glück auch getan.
    Der Ablauf war dann der typische bestehend aus medizinischer Untersuchung, Computertest und psychologischem Gespräch. Die Inhalte folgen unten in einem jeweiligen Abschnitt. Die genau Reihenfolge behalte ich zu
    meiner Sicherheit aber für mich.



    Medizinische Untersuchung
    Diese bestand aus einem zuvor ausgefülltem Anamnesebogen, einem Urintest (Drogen), einem Bluttest (Drogen, Leber, Nieren, Stoffwechsel, etc.), Blutdruck, einem Seh- und Hörtest sowie einer kurzen Untersuchung durch die Betriebsärztin, die mir ein paar Gesundheitsfragen stellte, Herz und Lunge abhörte, meine Nieren überprüfte und mein Gleichgewicht testete.


    Computertest
    Mein Computertest war im Prinzip der gleiche wie der von nomis bei er PIMA in Hamburg mit dem Unterschied, dass Test 5 bei mir nicht vorkam.
    Um nicht alles zu wiederholen verlinke ich unter diesem Absatz den Beitrag von nomis und ergänze hier nur, was mir zusätzlich noch in Erinnerung geblieben ist.

    Beitrag von nomis

    Test 1, Reaktionstest: Diesen fand ich ebenfalls ziemlich einfach. Gerade weil ich mit https://www.psytoolkit.org/experiment-library/ den SART und Strop Test geübt hatte stellte das einfache reagieren auf eine bestimmte Farbe mit gleichzeitigem Ton keine Challenge dar. Der Test lief etwa 5 Minuten (Schätzung).

    Test 2, Formen vergleichen: Diesen fand ich ebenfalls wieder eher einfach. Die Symbole werden mit der Zeit immer komplexer. Hier muss man sich überlegen ob man seine Geschwindigkeit beibehält oder etwas verlangsamt. Ich habe meine Geschwindigkeit nur minimal verlangsamt, was gut funktioniert hat. Der Test beinhaltete etwa 60 Symbole in der unteren Reihe, die ich mit denen in der oberen Reihe abgleichen musste.

    Test 3, Dovertest: Das war für mich der schwerste Test, da ich mich nicht groß auf die Schuhfried Tastatur und erst recht nicht auf zusätzliche Pedale vorbereitet hatte. Dennoch lief der Test gut. Wenn es schnell wurde hing ich immer eine halbe Sekunde hinterher, habe aber nie komplett die Kontrolle verloren. Ab und zu habe ich trotzdem mal falsche Tasten oder Pedale gedrückt. Der Test lief etwa 5 Minuten (Schätzung).

    Test 4, Matrizen: Es waren insgesamt 12 Matrizen, alle machbar. Ich habe jedoch bei jeder die Zeit fast komplett ausgeschöpft. Die Matrizen sind etwas anders als solche, die man aus kostenlosen IQ-Tests kennt, da man eine Kachel aussortieren muss anstatt die letzte zu ergänzen.

    Test 5, Auge-Hand-Koordination: Kam nicht vor.

    Test 6, Konzentrationstest: Dauert echt lange, ist aber überhaupt nicht schwer. Einfach konzentrieren, nicht abschweifen und wenn man merkt, das Quadrat brennt sich schon in die Netzhaut, einfach etwas die Augen bewegen. Ich bin immer mal mit den Augen von Ecke zu Ecke des Quadrats gefahren. Der Test lief wie der von nomis 30 Minuten.

    Test 7, Merkfähigkeit: Der Stadtplantest bestand bei mir aus 15-20 Aufgaben. Wenn ich sehr genau war wurde er schwerer und wieder leichter wenn ich ungenau war. Ich habe immer versucht mir eine räumliche Reihenfolge einzuprägen indem ich meine Augen von Symbol zu Symbol bewegt habe und dabei innerlich die Symbole benannt habe. Bei weniger Symbolen habe ich mir immer die Konstellation im Hintergrund eingeprägt, dadurch konnte ich mir die Standorte sehr genau merken. Gefühlt sank bei mehr Symbolen die Zeit zum einprägen, weswegen ich dem Hintergrund keine Beachtung mehr schenken konnte.

    Test 8, Fragenkatalog: Genau wie bie nomis waren es 60 Wortassoziationen (Persönlichkeitsmerkmale), die man mit einer Skala trifft voll zu bis trifft nicht zu beantworten musste. Wie nomis sagte, manche Merkmale wiederholen sich, weshalb man konsistent antworten sollte. Der Test an sich kam bei mir aber später nicht mehr zur Sprache.


    Psychologisches Gespräch
    Im Gespräch wurde ich auch zunächst darüber informiert, dass ich alle Tests am Computer bestanden habe. Daraufhin hat das psychologische Interview gestartet, in dem es um die notwendigen Eigenschaften für meinen zukünftigen Job ging. Mir wurden Fragen gestellt zu Themen wie Sicherheitsbewusstsein, Verantwortung, Stressresistenz, Regeltreue, welche ich auch mit Anekdoten aus meinem Privatleben untermauern sollte. Alles in allem war das Gespräch weder angenehm noch unangenehm und dauerte ebenfalls etwa 20 Minuten.

    Fazit
    Das waren meine Eindrücke von der Eignungsuntersuchung für BÜB bei der PIMA. Ich hoffe der ein oder andre kann sich dadurch etwas besser darauf einstellen. Was ich noch gesagt haben wollte ist, dass alle Tests sehr gut
    machbar sind und man sich nicht verrückt machen sollte. Zudem kann ich nicht gewährleisten, dass eure Eignungsuntersuchung als BÜB genauso aussehen wird. Schließlich hatten alle meine Quellen zuvor berichtet, dass bei
    Ihnen kein Computertest vorkam.

    Viel Erfolg an jeden, dessen Eignungsuntersuchung noch bevor steht!