Wasserstoff Hydrolyse Züge

    • Wasserstoff Hydrolyse Züge

      In der FAZ steht an diesem Wochenende ein interesanter Bericht zum Ilint von Alstom. Auf der Strecke Bremerförde - Buxtehude fährt dieser Zug seit September 2018. Der Wasserstoff-Zug zeigt sich bislang für den Streckenbetreiber als sehr wirtschaftlich. Zwar ist der Zug in der Anschaffung bislang noch etwas teuer, was aber durch den staatlichen Zuschuss von 40 % der Erstehungskosten kompensiert wird. Das Modell rechnet sich bereits jetz bei einer vorgesehenen Laufzeit des Betreibervertrages und der Fahrzeugnutzung von 25 Jahren. Der RMV ( Rhein-Main Verkehrsverbund ) betreibt ab dem kommenden Jahr seine gesamte Fahrzeugflotte für die Linie FFM - Wiesbaden ebenso mit Alstom ILint. Wenn man davon ausgeht daß die Fahrzeuge mit Dauer der Nutzung und weitere Fahrzeugverkäufe immer billiger werden, spricht man in Bahnkreisen von einer Revolution ähnlich wie in den 50ern als die Hydraulische Dieseltechnik gegen die Dampfloks mit riesigem Erfolg antrat. Es fallen durch Hydrollyse betr. Fahrzeuge viel geringere Betriebstoffkosten an. Wenn dann der Versorger wie im Falle FFM - Wiesbaden ansässig ist und die Fahrzeuge dort direkt tanken können, spricht man von "weisen Hydrolyse" gegenüber der "schwarzen Hydrolyse" z.B. bei der Strecke Bremervörde - Buxtehude, wo der Treibstoff bislang mit LKW angefahren wird. Wenn der Treibstoff dann per Schiene aangeliefert wird, ändert sich der Sachverhalt. Die RMV spart dadurch pro Km.den Betrag von 300.000 Euro km und lange Bauzeiten und Behinderungen an der Strecke ein. Das Tankstellennetz für Wasserstof wird in den nächsten Jahren stark ausgebaut. Es gibt auch schon Pläne für ganze stationäre Kraftwerke mit Hydrolysetechnik. Der Erforderliche Wassetstoff fällt in vielen chemischen Werken als Abfallstoff an. Die internationale Nachfrage für diese Technik ist sehr gross. Für Deutschland kann durch dieseTechnik viele neue Arbeitsplätze gewonnen werden.
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    • Ich habe es im Internet bei meinem Broser Firefox gefunden. Sie veröffntlichen von allen Publikationen zB FAZ interesante Beiträge. Gebe in diesem Fall ein:" FAZ Motor" dann wirst Du den Beitrag finden. Inder Zwichenzeit habe ich es nochmals aufrufen Können: FAZ Motor Corodial ILint

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    • Und wenn es dann mal zu einer Verpuffung kommt (kann halt immer passieren wenn Wasserstoff in der Nähe ist), dann steigen am nächsten Bahnhof lauter Räucherstäbchen aus dem Zug aus *haha*

      ps: sorry, das kam mir grad so in den Sinn
    • Die Reaktion von Maik Goltz ist typisch. Die erste Synthese die man Effektvoll im Chemieunterricht vorgeführt wird ist die Hydrolyse mit einem lauten Ploop oder Knall als Reaktion. Deshalb sind viele Menschen immer beindruckt. Wasserstoff steht unter Druck und ragiert mit Sauerstioff aus der Luft. Diese Reaktion ist nicht gefährlicher wie z.B. bei normalen Ottomotoren die Explosion von Benzin im Verrennungsmotor. Mann sollte die Entwicklung der Hydrolyse-Antiebe in nächster Zeit genau beobachten. Die normalen Lkws mit Verbrennungsmotor werden durch Hydrolyse LKW verdrängt, da normale Batterie betriebene LKWS nicht wirtschaftlich sind. Also wird der Dieselantieb durch Hydrolyse Antriebe ersetzt. Was für die Strasse gilt ,gilt auch für Schienenbetriebene Fahrzeuge. Man sollte die Sache nicht einfach abtun. Die Hersteller z.B. Siemens, Alstom oder Stadler planen und bauen schon entspr. Fahrezuge, die bald auf den Markt drängen.

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    • Das Problem ist nur folgendes: Eine Brennstoffzelle kann nicht extreme Mengen von Energie umwandeln, mehr ist es so, dass man die Bremsenergie zwischenspeichert, die Brennstoffzelle am laufen hat und so gerade so den Haushalt hält. Sprich es funktioniert auf Strecken, auf denen man viel bremst und vor allem steht. Auf Linien, auf denen man durchgehend nahe der Vmax fährt oder über längere Distanzen (5+ km) sich Steigungen hinaufquält wird man an die Grenzen stoßen.

      Das ist auch der Grund, warum man noch nichts von Wasserstofflokomotiven hört, außer Versuche mit Otto-Motoren, die eben Wasserstoff als Treibstoff nutzen (Prototyp von Rangierlokomotiven).

      Das sinnvollste ist das, was derzeit von Stadler in New-Mexico unterwegs ist: Flirt mit DiMo und Akku, zur Rückgewinnung der Bremsenergie, so ein Triebwagen noch mit "Bügel aufm Dach" währe wohl die aktuell beste Lösung, um Szenarien wie hier Rund um München zu vermeiden (Diesel unter Fahrdraht).

      Zu beobachten ist die Technik, aber es ist wie jedes mal: Es ist ein Glücksspiel, wenn man als erster auf neue Technik setzt, denn heute ist ja der User der Tester.

      Ich persönlich finde es schade und weniger schön, bin heute erst mit V100 und Umbauwagen als RB rund um Mühldorf unterwegs gewesen, mit unterwegs waren da heute 218 mit Silberlingen, 218 und Abteilwagen und Schienenbuse. Für mich war es ein Fest für Ohr und Nase.... Gibt nichts besseres, als den Geruch von frisch verbranntem Treibstoff :D

      mfg

      FabiaLP
      Glück hat man, wenn das Pech den anderen trifft!
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    • Der iLint ist mal zwischen Ludwigshafen und Mannheim für Tesfahrten rum gependelt und bin mal in ihm mal mitgefahren.

      Mein Fazit zum iLint ist:
      Er ist schön ruhig bzw. man hört so gut wie gar nichts von dem Motor, mit Ausnahme der entgegen kommenden Zügen und den Weichengeräuschen (selbst von außen) und er ist meiner Meinung nach sehr umweltfreundlich.
      PasTrain - Der Trainspotter an der Riedbahn.

      Zugtreff | Website
    • Dann spiele ich mal den Besserwisser: Hier findet keine Hydrolyse statt. In einer Brennstoffzelle wird ähnlich zur Knallgas-Reaktion Wasser synthetisiert. Bei einer Hydrolyse wird eine chemische Verbindung unter Reaktion mit Wasser gespalten. Das Gegenteil wäre übrigens eine Kondensationsreaktion. Ein Beispiel für eine Hydrolyse wäre z.B. die Reaktion von Acetanhydrid mit Wasser zu Essigsäure (de.wikipedia.org/wiki/Carbons%C3%A4ureanhydride#Hydrolyse).

      Der iLint ist wissenschaftlich, sowie praktisch keine schlechte Idee. Langfristig dürfte sich aber weiterhin der elektrische Betrieb mit Oberleitungen durchsetzen.
    • Das stimmt natürlich. Aber das was Du zum Ende Deines Beitrahes sagst hat man auch Anfang der 50 er zum Dieselbetrieb gesagt. Der damals neue Dieselhydraulische Antrieb hatte sich schon 10 Jahre später durchgesetzt. Die Kosten für Elektroleitungen und alles drum herum sind sehr hoch. Die auszubauenden Strecken sind jahrelang teileise blockiert abgesehen von der sehr teueren Unterhaltung dieser Strecken. Für Nebenbahnen ist der Antrieb ideal, da man noch weniger Kosten verursacht. Für den Schnellverkehr kann man ja weiter auf die bewährte aber teuren Systeme zurückgreifen.
    • Einen schönen Sonntag alle zusammen hier im Forum!!!

      Mal eine Bemerkung von mir zu diesem Thema. Als erstes mal kann man sich auf den Seiten von Alstom ganz gut über diesen Zug informieren, da wird alles genau beschrieben (Funktionsweise usw.).


      Und dann noch etwas Wasserstoff selbst (Herstellung und Lagerung). Wie hier auch schon angeklungen, ist Wasserstoff ein so genanntes Nebenprodukt aus der Chemieindustrie. Da ich selbst auch aus einer Stadt komme mit einem Chemieunternehmen, kann ich auch mal meine Erfahrung dazu mitteilen. Hierbei handelt es sich um einen Chemiekonzern aus Belgien in Bernburg Saale. Dort wird bereits seit Mitte der neunziger Jahre mit Wasserstoff Strom erzeugt und auch in das Öffentliche Netz eingespeist. Mir ist allerdings nichts über irgendwelche Katastrophen damit bekannt, und das gibt es schon seit fast drei Jahrzehnten, Bayer in Höchst deutlich länger. Und auch dort habe ich noch nix derartiges zu Ohren oder zu lesen bekommen.

      Man muss Natürlich immer den Faktor Mensch mit im Auge behalten, aber wenn wir gleich am Anfang einer Entwicklung alles Verteufeln kommen wir niemals voran und andere wie die Chinesen lachen ein eigentlich hochentwickeltes Land Deutschland aus und zeigen uns wie es geht. Sage nur Mercedes mit sein erstes Elektroauto welches erst jetzt in die Gänge kommt, und Toyota kommt mit einem Hybridauto ganz nebenbei auf dem Deutschen Markt, und sogar einen Kleinwagen.
    • Genau das ist die Denkweise die bei uns in Deutschland vorherscht. Andere Länder wie China, Frankreich oder Japan gehen auf die in Deutschland entwickelte neueTechnik ein und spielen den Vorreiter. Wir Deutschen sind dann nacher die "geleckmeierten". Die Weichen für diese neue Technik werden oder sind schon gestellt. In 3-4 Jahren hat sich diese Technik durchgesetzt, und die Deutschen haben mal wieder nur zugeguckt.

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    • Maik Goltz wrote:

      Und wenn es dann mal zu einer Verpuffung kommt (kann halt immer passieren wenn Wasserstoff in der Nähe ist), dann steigen am nächsten Bahnhof lauter Räucherstäbchen aus dem Zug aus *haha*

      ps: sorry, das kam mir grad so in den Sinn
      Dann bitte nicht wenn ich gerade am Bahnhof stehe :D
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    • pickup4077 wrote:

      Aber das was Du zum Ende Deines Beitrahes sagst hat man auch Anfang der 50 er zum Dieselbetrieb gesagt.
      Dieselmotoren sind im Mittel deutlich leistungsfähiger als vergleichbare Lösungen mit Brennstoffzellen und Elektromotoren. Was klar ist: Dieselantriebe werden mittelfristig aus dem Schienenverkehr verschwinden. Langfristig stellt die Oberleitung für den Güterverkehr und Hochgeschwindigkeitsverkehr die einzige konkurrenzfähige Lösung dar. Die Mittel für Planung, Errichtung und Unterhaltung werden im Rahmen des allseits propagierten Klimaschutzes bereitwillig zur Verfügung gestellt werden.

      Brennstoffzelle stellt ähnlich der Akkutriebwagen eher eine Übergangslösung für den Personenverkehr dar.
    • Warum eigentlich nicht die Stromschiene? Dürfte deutlich billiger Sein als die übliche Oberleitung. Klar, sie hat ein paar Nachteile hier und da, aber man könnte sie da einsetzen wo Heute gar kein Strom fließt. Da zeigen die Briten wie es geht. Und die fahren auch mit Stromschiene schnell genug.
    • Ich klinge mich mal hier kurz ein.

      Als doofer Laie würde mir jetzt folgendes in den Kopf kommen. Wenn man Angst hat, dass es zur einer Verpuffung im Bahnhofsbereich oder allgemein am Zug geben könnte. Wieso geht man nicht hin und macht es wie das Chemieunternhemen aus Belgien, dass man das Wasserstoff zur Energiegewinnung nimmt und die dann in die Oberleitungen einspeist?
    • Diese Variante ist möglich, wie ich beschrieben habe wird der erzeugte Strom ja in das öffentliche Netz abgegeben. Nur hat Bernburg keine Oberleitung, aber man könnt dort ja Wasserstoff tanken das benannte Unternehmen befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof mit eigenem Gleisanschluss. Würde auf diesen Strecken Sinn machen, da zum Beispiel im Raum Anhalt Strecke Dessau - Aschersleben bzw. im gesamten Nördlichen Harz es keine Oberleitungen gibt. Dort müssten ja nach deiner Meinung ja erst mal Oberleitungen errichtet werden. Da kommt ja noch die Talent-version von Bombardier (Talent 3) welcher auf Oberleitungsstrecken als auch ohne fahren kann.