Unfall am Bahnübergang nahe Alt Duvenstedt 08.05.2019

    • Unfall am Bahnübergang nahe Alt Duvenstedt 08.05.2019

      Hoffe, dem Tf und den Fahrgästen geht es einigermaßen gut (drei Schwerverletzte). Der Unterbau hat wohl die meisten Kräfte auffangen können, der Schutzkäfig hinter der Polyesterverkleidung hat ziemlich gelitten. Ich wünschte mir, der gesamte Vorbau inklusive Kabine wären stabiler, so wie das hier aussieht insgesamt, könnte man das besser machen.

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      The post was edited 2 times, last by Cotten Eye Joe ().

    • Leichtbauweise bei den neuen Fahrzeugen, um Gewicht zu sparen. Geliefert wie bestellt, zum Nachteil des Fahrpersonals.
      Dem Tf soll es soweit wieder gut gehen, vom KiN hab ich nichts gehört. Waren beide nach dem Unfall unter den Schwerverletzten.
      Ich frag mich nur, was hier beim Schlepper schon wieder falsch gelaufen ist, das man ausgerechnet auf nem BÜ liegen bleibt. Ich unterlasse mir aber mutmaßungen, reg ich mich nur wieder unnötig auf.
    • @Madeline Also wenn man mal überlegt wie der Führerstand von innen ausschaut, würde ich mal gerne wissen, warum du da so eine Aussage triffst (die Bilder müsstest du ja bestimmt auch inzwischen gesehen haben).
      Eine 112 würde da bestimmt anders ausschauen... Ganz zu schweigen von einem Wittenberger oder IC Stw.
    • Einen Stahlrahmen dürften auch heute noch die meisten Schienenfahrzeuge haben...Der Dosto oben im Video und Bild ja offensichtlich auch.
      Klar der GFK Aufbau sieht fies "geschreddert" aus, aber die Deformations-Stoßfänger haben mit sicherheit wesentlich mehr Energie aufgenommen als jedes ältere Schienenfahrzeug.
      Klar könnte man das steifer bauen vorne...dann ist der Aufprall aber noch härter und die Deformation findet dann wesentlich unkontrollierbarer weiter hinten im Fahrgastbereich statt.
      Ein identischer Unfall mit einer alten Lok oder Steuerwagen wäre garantiert unangenehmer für alle beteiligten.
      resistance is futile!!!
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    • Glück im Unglück kann man sagen, denn der Sattelzug hat sich beim Aufprall geteilt. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wäre dieser Abriss der Kupplung am LKW - dort wo der fette Bolzen vom Auflieger einrastet - nicht geschehen (siehe Bild - die Auflagefläche wo der Bolzen vom Auflieger einrastet wurde vom Rahmen des LKW abgetrennt).
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    • @Madeline Das ist doch keine Meinungsfrage, was wie stabil ist. Üblicherweise wird sowas berechnet und getestet, dafür gibt es auch Normen, die dem Hersteller kaum Spiel für "persönliche, aus der Luft gegriffene Einschätzungen" lassen. Ich persönlich würde sowohl bei einem Twg als auch bei einer Lok den Führerstand verlassen, sofern möglich, wenn eine Kollision mit etwas größerem als einem PKW droht.
      Und zu den angeblich so stabilen Altbauloks: Ich erinnere mich an einen Fall im Waldviertel in Österreich, wo der Tfzf in einer (alten, angeblich so robusten) 1144 nach einer Kollision mit einem Sattelschlepper gestorben ist.

      Edit: Der Link dazu.

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    • Wenn man sich einschlägige Dokus über den Bau solcher Fahrzeuge anschaut, sollte man relativ schnell wissen, dass die Fahrzeuge einen stabilen Grundrahmen mit Crashkonzept haben.
      Darüber werden GFK-Platten geschraubt, welche die Verkleidung und das Design bilden.
      Hat zusätzlich den Vorteil, dass diese leicht und schnell bei kleineren Schäden ausgetauscht werden können.

      Nur ich verstehe diese Sprüche, dass dieses und andere Fahrzeuge Plastik-Bomber wären nicht. Man sieht doch deutlich, dass dies nur Verkleidung ist.
      Bei diesem doch sehr heftigen Unfall sieht man doch gut, dass der Teil, wo der Lokführer sitzt, soweit heile geblieben ist.
      Er ist nicht eingequetscht garnichts. Und neben ihm hat’s die Technik aus den Schränken raus gehauen.
      Also muss man sagen, dass das Crashkonzept gut funktioniert hat. Denn das ist ja Sinn der Sache, dass der Mann da vorne in der ersten Reihe da möglichst heile wieder raus kommt aus der Sache.

      Also ich würde bei so einem Unfall auch lieber ein modernes Tfz nach Crashnorm gebaut herbeiwünschen.
      Eure ganzen alten Stahlloks können sich ja noch nicht mal nen festen Sitz für den Lokführer leisten ;)
    • Hab ich gar keinen Nerv für. Soll jeder meinen, was er möchte und auch für sicherer halten, wie er meint.

      Am Besten ist es sowieso, erst keinen Unfall zu haben, besonders wenn man wie ich Berufseisenbahner ist. :/
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    • Der einzige Vorteil, den die alten Eisenbomber (deren erklärter Fan ich bin, siehe Avatar) gegenüber modernen Konstruktionen im Hinblick auf Kollisionen haben, ist die massebedingt geringere Entgleisungsneigung bei kleineren Hindernissen. Beim Zusammenstoß eines Altbaufahrzeuges mit so einem Hindernis wie hier hätte es für den Lokführer)* übel ausgesehen. Ich mag die Plastikkisten auch nicht, aber das ist emotional: Rational ist es beachtlich, was die Ingenieure gegenüber früher an passiver Sicherheit geleistet haben.

      )* Alteisenbahnerdeutsch für Eisenbahnfahrzeugführer ;)
    • Meine Vermutung liegt dabei dass der Schwertransport einfach zu wenig Bodenfreiheit hatte.
      Die Wegplanung im Voraus scheint schon schief gelaufen zu sein.

      Edit: Aber es spielt ja keine Rolle wer schuld ist oder wer nicht , die Hauptsache ist den beteiligten Leuten geht es gut bzw wird es bald wieder besser gehen.

      The post was edited 1 time, last by BR650/001 ().