Preßnitztalbahn Wolkenstein-Jöhstadt v2.0

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  • Alter Falter sieht das gut aus! Das sollte sich so manch Payware-Entwickler mal zum Vorbild nehmen. Ich bin nicht wirklich ein Fan der Schmalspur, aber diese Strecke wird mich garantiert zu einem machen! Das ist ja fast schon Zauberei, was du da aus dem alten TS herausholst! Und diese Liebe zum Detail! Ich schmelze dahin...

    Ich wünsche dir alles Gute bei den weiteren Bauarbeiten, während ich schon gespannt auf weitere Bilder warte. *popcorn*

    Grüße,
    Zehntaurus
  • Dank des Neuzugangs in meiner Sammlung mit unzähligen unwiderbringlichen Bildern des letzten Jahrzehnts der Strecke, bevor sie dem Wahnsinn kurz vor der Wende zum Opfer fiel, konnte ich ein paar der letzten wenigen weißen Flecken im Preßnitztal stopfen, die eher mäßig dokumentiert und heute nicht mehr nachvollziehbar sind. Damit dürfte sich nun eine nahezu vollständige Nachbildung der damaligen Zeit ermöglichen ^^


    Ein paar kleine Änderungen sind hier schon zu sehen, die aber wohl nur den eingefleischtesten auffallen werden :whistling:

  • Holzlaender wrote:

    ...Strecke, bevor sie dem Wahnsinn kurz vor der Wende zum Opfer fiel...
    Das war kein Wahnsinn, sondern fehlende Rentabilität! (Sorry wenn ich Dich da so berichtigen muss)

    Ich kann mich (obwohl noch recht klein) an die letzte Fahrt mit einem Personenzug auf dieser Strecke erinnern bevor sie eingestellt wurde...
  • Dann solltest du mal dieses Buch oder irgendein anderes über die Strecke lesen, mit Rentabilität hatte das gewiss nichts zu tun...vorallem nicht im Güterverkehr. Sie wurde im wesentlichen schlichtweg gegen jeden Protest der Bevölkerung, des Tourismus und der Industrie als Ersatzteilspender (u.a. für Oschatz-Kemlitz) geopfert. Die waren in der DDR schon immer Mangelware und der bedeutende Kaolin-Transport wurde immer noch mit der 100 Jahre alten komplizierten Heberleinseilzugbremse betrieben. Von den Methoden, mit denen dann auch noch der Abbau vonstatten ging und quasi über Nacht Blockadebauwerke auf den Bahnhofsarealen errichtet wurden, um einen möglichen Aufbau einer Museumsbahn zu behindern, will ich lieber gar nicht erst reden :S
  • Nuja, das war halt damals so...

    Die Strecke hätte saniert werden müssen, aber das Geld war nicht da, und da hat man sich stattdessen für einen Ausbau der Straßen und des Container-Bahnhofes in Annaberg-Buchholz Süd entschieden, den wir sogar von der Schule aus besucht haben.
  • Ja so war das damals leider so...so praktisch so ein Containerbahnhof sicher war, für den das Geld wohl vorhanden war, war der Transport 15km über 2 Berge mit 10% Steigung auf engen und schlechten Straßen mit den schweren Transportern sicher alles andere als rentabel. Die versprochene Straßenerneuerung beschränkte sich dann auch nur auf eine weitere Bitumenschicht auf die löchrige schmale Talstraße. Die ist teilweise bis heute noch nicht grundhaft erneuert wurden. Das widersprach auch völlig dem damaligen Grundsatz, den Verkehr auf die Schiene zu verlagern :rolleyes: Für den Abbau und Abtransport der zahlreichen Blechträgerbrücken in dem engen Tal wurde gar extra ein teurer russischer Schwerlasthubschrauber gemietet...aber bestimmt nicht, weil man so dringend Brücken oder Altmetall brauchte :pinch:

    Leider wurde wie so oft bei ähnlichen Strecken in den letzten Jahren gänzlich auf eine Sanierung verzichtet, die Rottenbaugruppe versetzt, freiwillige Helfer nicht unterstützt und voll auf Verschleiß gefahren. Das ergab dann vorallem im oberen Teil erhebliche Mängel, die Fahrzeitverlängerungen nach sich zogen...von der ungünstigen Fahrplangestaltung ohne jeglichen Anschluß in Wolkenstein ganz zu schweigen. Der touristisch wertvolle Eilzug Leipzig-Cranzahl bekam erst zwei Jahre nach Stilllegung einen Halt in Wolkenstein. In den letzten Jahren hatte das aber niemanden gestört, denn die Bahn selbst wurde zum Reiseziel zahlreicher Fans aus aller Welt und nicht die pünktliche Ankunft am Endbahnhof. So ein Bahntourismus, wie es die Museumsbahn heute ins Tal zieht, war damals wohl auch gar nicht gewünscht. Aber dafür, dass es sie heute trotz aller Hindernisse gibt und nicht noch mehr verloren gegangen ist, kann man wirklich nur dankbar sein ^^

    Soviel aber nur dazu und wieder zurück zum virtuellen Wiederaufbau, bevor ich noch die Taschentücher auspacken muss *heul* ^^
  • Zur Abwechslung hab ich jetzt mal wieder ein paar Gleise verlegt, bis ich nach über 300 Höhenmetern seit Wolkenstein irgendwann am Ende vor der tschechischen Grenze angelangt bin. Also ist die Strecke nun erst mal soweit vollständig und ich kann mich komplett aufs Ausgestalten stürzen. Ich glaube, Schmalzgrube und Jöhstadt kann man schon ein wenig erkennen, auch wenn kein klobiger Wohnblock einen Schatten auf das Bahnhofsgelände wirft :whistling: ^^