KBS 440 Hagen - Siegen (Haiger)

Geschichte:

Bereits im Jahr 1835 wurde der Bau einer Pferdeeisenbahn von Siegen ins Ruhrgebiet beantragt. Ziel war es die Kohle aus dem Ruhrgebiet schneller und in ausreichender Menge zur Verhüttung ins Siegerland zu bringen.

Im Jahr 1851 wurde dann durch ein in Hagen gegründets Komitee endlich eine Dampfeisenbahn beantragt. Der Bau wurde schliesslich 1856 genehmigt. Industriebetriebe entlang der geplanten Strecke beteiligten sich finanziell am Bau.

1858 wurde mit dem Bau unter Leitung der BME (Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft) begonnen. Die Strecke wurde zunächst eingleisig erstellt aber bereits 1870 auf zwei Gleise erweitert. Am 21. März 1860 wurde der Abschnitt von Hagen bis Letmathe erföffnet, am 17.Juli 1860 das Stück von Letmathe bis Altena und schliesslich am 6. August 1861 das letzte und längste Teilstück von Altena bis Siegen.

Zu Beginn war Altenhundem der einzige Passagierbahnhof im Lennetal. Er verfügte über ein eigenes Betriebswerk. Später folgten weitere Bahnhöfe in Finnentrop und Letmathe, die ebenfalls mit Betriebswerken für Schienenfahrzeuge ergänzt wurden.

Die Strecke zwischen Hagen und Siegen stellte lange Zeit auch im Personenverkehr eine Hauptverbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Frankfurt dar. Schnellzüge hielten in den Bahnhöfen von Hagen, Letmathe, Altena, Finnentrop, Altenhundem, Weidenau und Siegen-Ost. Die meisten D Züge auf der Strecke wurden über die Verbindung Siegen Weidenau - Siegen Ost am Siegener HBF vorbei geführt um sich das Wenden der Züge mit Lokwechsel zu ersparen. Geändert hat sich das mit dem Einsatz von Steuerwagen im InterRegio Wendezugbetrieb. Leider wurden durch das relativ geringe Fahrgastaufkommen und die verglichen mit anderen Strecken niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit mit der Zeit alle Fernzüge auf der Strecke eingestellt. Seit 2002 wird die Strecke nicht mehr im Fernverkehr bedient. Auch die zahlreichen BW's auf der Strecke wurden geschlossen und aufgelassen. Einzig in Finnentrop wurde noch eine Tankstelle und Zugreinigungsanlagen weiterbetrieben. Es gibt allerdings Planungen die Strecke zur Entlastung der Rheintalstrecken für den Internationalen Conntainerverkehr zu ertüchtigen. Hierbei sind hauptsächlich Tunnelaufweitungen und eine Abflachung der Steigungsstrecken angedacht.

Als Besonderheit der Strecke sei der nach wie vor bei schweren Güterzügen durchgeführte Nachschiebebetrieb zwischen Altenhundem und Welschen Ennest und seltener von Kreuztal nach Welschen Ennest angemerkt. Dazu ist in Altenhundem ständig eine Lok der Baureihe 140 (früher auch 151 und 150) stationiert. Weiterhin finden seit der Übernahme des Nahverkehrs durch Abellio Rail mit den FLIRT Zügen der Stadler AG Zugflügelungen in Letmathe statt. Hier werden entweder die Zügen von Hagen nach Siegen und Iserlohn getrennt oder aber in Gegenrichtung zusammengeführt.

Rollmaterial:

Da die Simulatorstrecke in etwa in den Jahren von 2005 - 2012 angesiedelt werden kann, sind folgende Fahrzeuge im Nahverkehr denkbar:

BR 141 und BR 110 mit Buntlingen, Steuerwagen Karlsruher Kopf
BR 143 mit Buntlingen, Steuerwagen Wittenberger Kopf
BR 143 mit einzelnem Dosto Steuerwagen nach Iserlohn
BR 425 2 und 4 teilig
BR 428 Flirt der Abellio Rail 2 und 3 teilig
BR 640 und 648 in Finnentrop und Kreuztal

Im Güterverkehr lief und läuft so ziemlich alles was DB und Privatbahnen anzubieten haben. Hervozuheben sei hier der Kohlependel zum Kohlenkraftwerk der Mark-E, Mark Elverlingsen, der bis vor wenigen Jahren noch von der Dortmunder Eisenbahn mit deren Diesellokomotiven durchgeführt wurde. Auch wird die Strecke immer mal wieder gerne als Umleiterstrecke und als "Schleichweg" für ungewöhnliche Fahrten genutzt. Ende 2014 fuhr ein Lz aus mehreren 420 S Bahn Triebwagen aus eigener Kraft über die Strecke zum Stillstandsmanagment nach Hamm Rbf.